nicht persönlich

Du hast oft an mich gedacht., fragst du mich aussagend und blickt etwas zur Seite.

Ja. Sehr., ich beobachte deine Reaktion auch nur aus dem Augenwinkel. Aber nimm es nicht zu persönlich. Ich bin Tagträumer, Poet, Schriftsteller – mein Kopf, meine Phantasie.. Wie sehr das was zählt, hm. Du warst mir Inspiration. Wichtiger ist doch: was bedeutet dir das? 

Wir sehen uns an und bevor ich vom Apfelstück in meiner Hand abbeiße, lehne ich mich zu dir vor: und interessanter ist das auch! Du schmunzelst und ich spüre, wie du deine Gedanken und Gefühle darüber für mich entkleidest. Diese Nähe, die wir von Beginn an nicht haben kleinreden können, ist uns jetzt schon so über den Kopf gewachsen, daß ich wieder an Riesen glaube.

Übernachtungsbedingung

‚Schlaf hier.“, sage ich und hebe meine Tasse langsam zum Mund als du diskret einen Blick auf deine Uhr wirfst. Ohne mein Sofa inspizierend anzusehen bemerkst du: „Das sieht nicht ausziehbar aus.“

„Mein Bett ist für zwei.“, ich nehme einen Schluck und bevor du mit Worten reagieren kannst, füge ich hinzu: „eine zweite Zahnbürste habe ich. Was du mit deiner Wäsche machst, muss ich nicht wissen.“. Du schmunzelst. „Okay. Gern.“

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